Dachdämmung als Energiekosten-Bremse

In einer Vielzahl von Häusern geht ein großer Teil der Energie über das Dach verloren. Die fachgerechte Dämmung des Obergeschosses kann also die Energiekosten erheblich senken. "Dann sollten Sie gleich die Dacheindeckung auf Schäden prüfen", rät Oliver Kortendieck, Anwendungstechniker der Dachziegelwerke Nelskamp. "Denn die beste Dämmung nützt nichts, wenn sie feucht wird."

Links: Untersparrendämmung von der Rolle: „Cliprock“ von Rockwool kann verschnittfrei verlegt werden und komplettiert das bewährte Schrägdachsystem des Herstellers
Foto: Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG

Optimale Dämmung spart jährlich 500 Euro ein

Mehr als 80 Prozent des Gebäudebestandes in Deutschland entspricht nicht der aktuellen Energiesparverordnung (EnEV), stellt die Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. fest. Mit einer optimalen Dämmung können aber leicht 500 Euro Nebenkosten pro Jahr eingespart werden. Jedes Dach muss laut EnEV so gedämmt sein, dass der U-Wert nicht höher ist als 0,30 W/m2K. Das heißt: Nicht mehr als 0,30 Watt Energie dürfen pro Sekunde durch einen Quadratmeter Baustoff von innen nach außen fließen, wenn die Temperatur auf beiden Seiten um ein Grad Celsius voneinander abweicht.

Satteldach - einfach zu dämmen

"Nur mit einer für die jeweilige Dachform geeigneten Dämmung bleiben Kälte und Hitze draußen", betont Kortendieck. Die bis heute in Deutschland beliebteste Dachform ist das Satteldach: zwei geneigte Flächen, die sich am First treffen. Die einfache Konstruktion kann unkompliziert gedämmt werden:

  • Für nicht begehbare Dachböden ist das Einblas-Dämmverfahren eine schnelle und kostengünstige Lösung: Dämmflocken oder -granulat werden großzügig in den Dachraum eingeblasen. (siehe Bild links)

  • Bei nicht ausgebauten Dachräumen kann die Geschossdecke gedämmt werden. Dafür gibt es Platten aus Mineralwolle, Hartschaum oder Kork, die mehrlagig (mind. 25 cm) und dicht aneinander zu verlegen sind.

  • Das häufigste Dämmverfahren ist die Zwischensparrendämmung mit Platten, Matten oder Keilen. Das mindestens 14 cm dicke Material wird zwischen die Sparren geklemmt und raumseitig mit einer Dampfbremsfolie versehen.

  • Reicht die Sparrendicke nicht aus, um den U-Wert einzuhalten, ist die zusätzliche Untersparrendämmung möglich. Dazu werden Platten an den Sparren befestigt. Diese Kombination sorgt besonders im ausgebauten Dachraum für angenehme Raumtemperaturen. Sollen die Sparren im Dachgeschoss sichtbar bleiben, wird die Dämmung an der Außenseite des Daches (Aufsparrendämmung unter der Eindeckung) angebracht.


Foto links: Dachziegelwerke Nelskamp, Schermbeck

 

Intakte Eindeckung schützt die Dämmung

Die wichtigste Funktion eines Daches ist der Schutz von Mensch und Material vor Regen. Jede Dämmung wird sinnlos, wenn die Eindeckung defekt ist. Denn hier dringt Feuchtigkeit in das Dachgeschoss und beschädigt das Dämm-Material. Vor jeder Sanierung gilt also: Professionellen Rat einholen und die Dacheindeckung auch auf kleinere Schäden prüfen lassen.

 

Verschiedene Maßnahmen ganzheitlich bewerten

Nicht zuletzt sollten Sie bei der Energetischen Sanierung Ihres Wohnraums immer das Gesamtsystem betrachten. Nur wenn alle Faktoren wie Energieträger, Wärmererzeugung, Wärmeverteilung, Dämmung von Dach, Fassade und Fenstern etc. systematisch analysiert werden, erfahren Sie, welche Maßnahmen die größte Energieeinsparung bringen und wie schnell sich Ihre Investition amortisiert.

Wir beraten Sie gern, sowohl zur umfassenden Energetischen Sanierung Ihres Wohnraums als auch zur schrittweisen Energieeinsparung durch aufeinander abgestimmte Einzelmaßnahmen.

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